Ein neues Projekt starten. Eine große Veränderung im Leben anpacken. Oder sich endlich trauen, einen lang gehegten Traum umzusetzen. All das beginnt nicht ausschließlich mit perfekter Planung, sondern mit der richtigen inneren Haltung. Genau hier setzt Mentaltraining an: Es stärkt unseren Fokus, gibt uns mehr Zuversicht und hilft, auch in herausfordernden Phasen dranzubleiben. Und das Schöne ist: Mentaltraining muss nicht erst bei großen Lebenszielen zum Einsatz kommen. Wir können es ganz praktisch im Alltag nutzen. Zum Beispiel für den Start in die Woche. Denn auch der Montag fühlt sich oft wie ein kleines Projekt an, das wir mental klug vorbereiten können.
Mentaltraining bedeutet, bewusst mit Gedanken, inneren Bildern und Emotionen zu arbeiten, um die eigene Haltung und das Verhalten positiv zu beeinflussen. Es ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein wissenschaftlich fundierter Ansatz:
Mentaltraining hilft uns, Herausforderungen nicht nur zu bewältigen, sondern mit einer klaren, positiven Haltung anzugehen, ganz unabhängig davon, ob auf der großen Bühne, im Sportstadion oder im Büro am Montagmorgen.
Unser Gehirn liebt Verbindungen. Wenn wir Musik hören, einen bestimmten Duft wahrnehmen oder kleine Routinen pflegen, verknüpfen wir diese Erlebnisse automatisch mit Gefühlen. Ein Lied kann uns blitzschnell in Sommerurlaubsstimmung versetzen, der Duft von frisch gebackenem Brot erinnert an Kindheit, und ein vertrautes Ritual schafft Ruhe, selbst wenn der Tag chaotisch ist. Diese Auslöser nennt man mentale Anker: kleine Signale, die sofort Energie, Freude oder Gelassenheit aktivieren. Und das Beste: Wir können diese Anker gezielt setzen und für uns nutzen.
Als ich Montagsfreude gestartet habe, habe ich mir ganz bewusst eine Umgebung geschaffen, die mich stärkt. Es fühlte sich am Anfang an wie ein riesiger Berg, der vor mir lag. Meine „mentale Rüstung“ sollte mir helfen, diesen Berg Schritt für Schritt fokussiert zu besteigen. Dafür habe ich alle Sinne geschärft: Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen. So wollte ich sicherstellen, dass mein Körper sofort spürt: „Jetzt beginnt meine Arbeit an Montagsfreude.“ Klingt das etwas absurd? Vielleicht! Klappt aber!
Meine Montagsfreude-Playlist. Das sind rund dreißig Songs, querbeet durch alle Genres. Hauptsache, sie haben mich motiviert. Schon die ersten Takte reichten, um meine Stimmung anzuheben. Bis heute funktioniert das: Sobald ein Lied aus dieser Playlist läuft, ist es wie ein Startknopf für mein Projekt.
Ich habe mir eigens einen neuen Duft gegönnt, den ich vorher noch nie benutzt hatte: Gucci Flora. Ein Sprühstoß, und der Montag roch plötzlich nach Aufbruch, Energie und neuer Chance. Bis heute reicht dieser Duft, um mich sofort wieder in die Anfangszeit von Montagsfreude zurückzuversetzen.
Ich liebe Schokolade, aber für meine Montagsfreuderoutine wollte ich etwas „Ungefährlicheres“, eine gesündere Alternative. Also habe ich mir schöne Schalen mit Nüssen und Trockenobst vorbereitet.
Bevor ich loslegte, habe ich mein Homeoffice aufgeräumt, einen großen Blumenstrauß auf den Tisch gestellt und mein Umfeld hell und klar gestaltet. Ordnung liebe ich ja sowieso, für Montagsfreude habe ich habe ich es allerdings auf die Spitze getrieben: Schreibtisch, Technik, Ablage, Schubladen, Küche, Fenster, Böden: alles blitzblank. (Und ja, es war auch eine perfekte Ablenkung, bis ich endlich loslegen konnte ). Außerdem hatte ich mir Kerzen in allen Farben besorgt. Wenn die gelbe Kerze abgebrannt ist, habe ich die Technik beherrscht. Wenn die grüne Kerze abgebrannt ist, habe ich fünf Videos prodziert etc. etc.
Selbstverständlich hatte ich T-Shirts und Sweatshirts mit meinem Logo machen lassen: lange Ärmel, kurze Ärmel, V-Ausschnitt oder rund, schwarz oder weiß, verschiedene Varianten. Sobald ich eines davon anzog, war ich „on duty“ und in meinem Flow.
Diese Routinen haben meine Arbeit an Montagsfreude nicht nur leichter, sondern fast ritualhaft besonders gemacht. Bis heute ist es so: Sobald ich diesen Duft rieche oder die Musik höre, erinnert mich mein Körper an die Anfangszeit von meinem Projekt und gibt mir noch immer diese produktive Energie. Das zeigt: Mentaltraining beginnt mit bewusster Vorbereitung. Und unsere Sinne sind dabei die stärksten Verbündeten.
Erinnert dich ein Song sofort an deinen ersten Kuss oder an deinen ersten Liebeskummer? Oder ein bestimmter Duft an einen ganz besonderen Sommer?
Genau so funktionieren mentale Anker. Dein Gehirn verknüpft Sinneseindrücke mit Emotionen, und das kannst du bewusst nutzen. Nicht nur für große Projekte, sondern auch für den Start in deine Woche.
Was wäre, wenn du dir jeden Montagmorgen bewusst einen Anker setzt? Zum Beispiel:
So machst du Mentaltraining greifbar, leicht und persönlich.
Probiere es mal aus! Mach den Montag zu deinem Erfolgs-Anker-Tag!
Viel Spaß dabei!

Ich bin Maria Mpalaoura, Beraterin, Trainerin und Gründerin von Montagsfreude. Hier schreibe ich über Themen, die helfen, Montagsfrust im Job zu überwinden und Arbeit motivierender zu gestalten.
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