Das neue Jahr ist gestartet. Und in vielen Bereichen, aber vor allem im Sales, bedeutet das: Reset. Das kann frustrierend sein. Gerade noch bist du dem Jahresziel 2025 hinterhergerannt, hast alles gegeben, für den Markt, dein Team, dich selbst. Dann ein paar freie Tage … und jetzt starrst du auf die neuen Zahlen für 2026.
Und plötzlich wirken sie wie ein riesiger, eisiger Berg. Noch gar nicht ganz im neuen Jahr angekommen und schon wieder am Aufstieg. Sätze tauchen auf wie: „Das ist doch ein politischer Forecast, das hat mit der Realität nichts zu tun!“ „Wie sollen wir unsere Kunden entwickeln, wenn sie selbst keine Klarheit haben?“ „Es gibt Licht am Ende des Tunnels … aber der Tunnel wird immer länger!“
Vielleicht denkst du solche Sätze. Vielleicht sprichst du sie laut aus. Verständlich. Und trotzdem: sie helfen dir nicht, die nötige Energie für das neue Jahr aufzubauen.
Führungs-Vorsätzchen! Nicht Vorsätze. Vorsätzchen. Kleiner. Leichter und sehr wirksam.
Denn große Vorsätze scheitern meistens an ihrer Größe nicht Absicht. Vorsätzchen dagegen sind wie kleine Experimente. Du probierst sie einfach aus und beobachtest, was sich verändert. Die kleinen Dinge machen den großen Unterschied. Wie in einem Restaurant hast du hier ein Führungs-Vorsätzchen-Deluxe-Menü. Wähle, was dich anspricht und probiere sie aus. Vielleicht auch mehrere. Vielleicht machst du einiges schon. Das Menü ist eine Einladung zum Experimentieren. Ich hab sie für dich in vier Ebenen gegliedert, und zwar so, wie Führung im Alltag stattfindet:
Bevor du andere führst, führ dich selbst. Kümmere dich gut um dich, dann kannst du für andere da sein.
Mach jeden Tag einen Termin mit dir selbst, mindestens 15 Minuten. In dieser Zeit beantwortest du eine dieser Fragen (und schreibst sie kurz auf):
• Wofür habe ich mir heute Anerkennung gegeben?
• Wo habe ich heute gut für mich gesorgt, auch wenn es nur etwas Kleines war?
Das ist Selbstführung pur: Du stärkst deine Selbstwahrnehmung und schaffst ein Modell für dein Team. Wenn du deine Me-Time offen im Kalender zeigst, passiert übrigens etwas Spannendes: Deine Mitarbeitenden sehen, dass Selbstfürsorge erlaubt ist. Doppelter Effekt.
Plane 10-Min.-Pausen zwischen deinen Meetings. Durchatmen, abschliessen und neu fokussieren, Starte z. B. um :05 und ende um :15. Kein Multitasking, kein sofortiger Sprung ins Nächste.
Das ist kein Luxus, sondern Führungsarbeit: Du hältst deinen inneren Kompass stabil.
Deine wichtigste Aufgabe und die, für die du am wenigsten Zeit hast. Hier geht’s um Beziehung, Orientierung, Vertrauen.
Sag nicht nur gut gemacht. Sag was gut war und warum. „Mir ist aufgefallen, dass du die Reklamation gestern sehr ruhig gelöst hast. Das schafft Vertrauen beim Kunden und im Team. Danke dafür.“ Positive Bestärkung wirkt stärker als jedes Incentive.
Stell offene Fragen. W-Fragen, die zum Nachdenken, nicht zur Rechtfertigung, einladen. „Woran würde der Kunde merken, dass wir wirklich ein Produkt haben, das ihm hilft?“ Du zeigst echtes Interesse. Und das schafft Energie. Vermeide jedoch die Warum-Frage. Die führt zur Rechtfertigung, und das ist nicht hilfreich.
Schaffe einen Kreis der Sicherheit um dein Team. Das lohnt sich.
Starte jedes Teammeeting mit 10 Minuten Fokus auf das, was gelungen ist. Frage: „Was ist uns letzte Woche gelungen oder was haben wir gelernt?“ Nach 2–3 Runden spürst du, wie sich die Energie verändert. Das Team lernt, auf das zu schauen, was funktioniert.
In starken Teams bittet man um Hilfe und bietet sie auch an. Wenn jemand mit einer Herausforderung ringt, fragt im Team: „Wer wäre geeignet, hier zu unterstützen?“ Du schaffst damit einen Kreis der Sicherheit, in dem Unterstützung normal wird.
Dein Team ist Umsetzer der Unternehmensstrategie.
Eine Strategie erzählen reicht nicht. Setz dich mit deinem Team zusammen und frag: „Was habt ihr gehört?“ „Womit seid ihr besonders einverstanden?“ „Was davon können wir direkt umsetzen?“ Du investierst einen halben Tag und bekommst Orientierung, Klarheit und Energie zurück. Das ist gelebte Führungsverantwortung.
Führung gelingt nicht durch neue Tools, Dashboards oder Motivationssprüche. Sie gelingt durch kleine, bewusste, tägliche Handlungen und durch Arbeit an Beziehung. Beziehung zu dir, deinen Mitarbeitenden, deinem Team und deinem Unternehmen.
Führung ist wie Hausarbeit: man muss sie täglich tun, und keiner dankt einem dafür. (Ruth Seeliger, Dschungelbuch der Führung).
Viel Freude und Erfolg beim Saubermachen!
Ich lebe in der Nähe von München und begleite von hier aus Führungskräfte, Teams und Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Heute unterstütze ich Menschen in Organisationen dabei, sich selbst, ihre Beziehungen und ihre Systeme wirksam zu gestalten. Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Führungskultur, Veränderungsbegleitung, Kommunikation, Motivation und Organisationsentwicklung. Dabei arbeite ich ganzheitlich mit der bewussten Kognition und der unwillkürlichen Intuition mit einem wohlwollenden achtenswerten Blick auf alle Menschen.
Besonders prägend war für mich die 2-jährigeAusbildung des systemischen Curriculum bei der Beratergruppe Neuwaldegg in Wien und später am Milton Erikson-Institut in Heidelberg bei Dr. Gunther Schmidt. Ich verstehe die Arbeit mit Führungskräften und Teams als gemeinsame Entdeckungsreise: ein Prozess, in dem Menschen ihre eigenen Antworten finden und ins Handeln kommen. Ein Prozess der auch Freude machen darf.
Mein Hintergrund
Ich bringe über 20 Jahre Führungserfahrung in Medien und Wirtschaft mit, unter anderem aus Häusern wie RMS, Radio Gong oder SpotCom. Heute helfe ich Menschen in Organisationen, sich selbst, ihre Beziehungen und ihre Systeme wirksam zu gestalten.
Mein Ansatz
Mein Ansatz verbindet wissenschaftlich fundierte Methoden aus Systemtheorie, Neurowissenschaft und Alltagspraxis, ein wohlwollendes Menschenbild und Leichtigkeit.
Mein Purpose
Die unbeschwerte Kraft der Emotionen nutzen, um Menschen, Teams und Organisationen in Bewegung zu bringen.
Meine Philosophie
Beziehungen sind das gestaltbare Fundament einer jeder Veränderung – zu Menschen, Zielen, Strategien, Zusammenarbeit und Strukturen gleichermaßen. Führung bedeutet für mich, das wirksame und stimmige Zusammenspiel von Kopf und Bauch.
Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme.
Manuel Fuehr
manuel@fuehrsystworks.de
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